100 Läufe. 800 Kilometer … and counting.

Es ist ja ein bisschen verrückt.

Als ich damals („damals“ … hahaha) mit dem Laufen begonnen hab, war das irgendwie mehr so ein notwendiges Übel, weil man mir gesagt hatte, all mein schönes, heißgeliebtes Krafttraining brächte nix, wenn ich nicht auch was für meine Ausdauer täte.
Aufs Radfahren hatte ich irgendwann keine Lust mehr und beim Skaten hab ich zu oft mit dem ganzen Körper gebremst – also hab ich meine ollen Asics-Treter geschnürt und hab mich am Laufen versucht.

Und heut?

Heut vernachlässige ich mein Krafttraining geradezu sträflich, gehe dafür aber im Schnitt viermal pro Woche laufen.
Vier. Mal. Pro. Woche.
Teilweise über 40 Kilometer kommen da zusammen. Pro! Woche!
Das führte nun dazu, dass ich Ende Juli bereits auf gut 850 gelaufene Jahreskilometer in etwas über 100 Läufen zurückblicken kann. Ich bin also in diesem Jahr bereits mehr gelaufen, als in der gesamten Zeit von meinem ersten Lauf irgendwann im Frühjahr 2015 bis Ende 2016 – laut Strava komme ich für diesen Zeitraum „nur“ auf knapp unter 700 Kilometer.

Das ist für mich alles andere als selbstverständlich und ich bin verdammt froh, dass ich in der Lage bin, so viel und so weit zu laufen und dass mein Körper aufgehört hat, mir mit Schmerzen und anderen unschönen Dingen dazwischenzugrätschen.

Die meisten Kilometer sind dank meiner (für mich äußerst) bekloppten Wettkampfplanung zusammengekommen, ohne meinen Trainingsplan und ein Ziel vor Augen würde ich sicher nicht so viel und so weit laufen und hätte viel größere Probleme, den Schweinehund in die Laufschuhe zu zwängen. Ganz besonders wohl auch deshalb, weil die Läufe in Leipzig einfach immer noch ätzend sind.
Ich bekomm den Kopf hier nicht frei, ich fühle mich unsagbar langsam und den Puls im vorgegebenen Bereich zu halten, war bis vor zwei Wochen noch ein Ding der Unmöglichkeit – aber zum Glück gibt es genug Möglichkeiten, auch woanders zu laufen, sei es in der Heimat, auf Dienstreise oder im Urlaub. Diese Läufe sind dann der tatsächliche Balsam für die Seele und lassen mich Lauffreude und Selbstvertrauen nachtanken.

Und es geht ja auch nicht anders. Ein paar Wettkämpfe sind für dieses Jahr bereits gemeldet, einige weitere zumindest geplant – und die laufen sich nun einmal nicht von alleine. Zumal noch zweimal Halbmarathon im Kalender steht und ich weder unvorbereitet an den Start gehen noch meine Rennsteigzeit verschlechtert sehen möchte.

Apropos Halbmarathon … Rostock ist ja auch schon nächste Woche. Ach herrje.
Ich bin dann mal draußen. Bei Sturm und Regen. Intervalle laufen.

Ein Gedanke zu „100 Läufe. 800 Kilometer … and counting.“

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