„…ach, naja, mal gucken.“

Die Wochen seit der Walser Trail-Challenge lassen sich ganz wunderbar mit nur einem Wort zusammenfassen: Uff.

Der Blogbeitrag zu dieser großartigen Veranstaltung schlummert aktuell noch im Entwürfeordner, vielleicht finde ich im Urlaub die Zeit, meine Gedanken dazu zu Ende zu ordnen. Bis dahin sei nur so viel gesagt: Der Wettkampf hat mich mehr erschöpft, als ich erwartet hätte.

Ich hätte noch eine Woche später meine Tage ausschließlich schlafend verbringen können, Essen fand ich auch nur so semi, die Hitze hat mich mehr als einmal fast kollabieren lassen und da im Leben wieder viel zu viel los war, kam das Training für den Karwendelmarsch, auf den ich mich irgendwann mal gefreut hatte, viel zu kurz.
„Glücklicherweise“ war ich beim Walser Trail wieder gestürzt, hatte mir diesmal das andere Knie zerstört, und lieferte so meiner Motivation und meinem Trainingswillen einen hervorragenden Grund, mich zu verlassen.
Natürlich ärgere ich mich trotzdem sehr über mich selbst, dass ich meine Trainingszeit nicht ausreichend genutzt habe – wohlwissend, dass mehr einfach nicht drin war und dass es jetzt auch einfach nicht mehr zu ändern ist.

Jetzt sitze ich hier, kurz vor Abfahrt nach Österreich, weil ich morgen beim Karwendelmarsch antreten soll…möchte…werde.
Ich sitze hier und bin irgendwie traurig.
Ich bin traurig, weil ich mich nicht auf die Veranstaltung freue. Ich habe auch keinen Bammel, dass ich es nicht schaffen könnte, ich bin nicht nervös, da ist einfach … Nichts. Überhaupt nichts.
Ich bin einfach leer und die Teilnahme fühlt sich an wie ein weiterer Punkt auf der Liste, die dieses Jahr ist, den ich dann halt morgen Abend abhaken werde.

„Naja, mal gucken, wie’s wird.“ – das beschreibt meinen Gemütszustand aktuell glaube am besten.
Keine Ahnung, ob die Kraft reicht.
Keine Ahnung, ob die Kondition mitmacht.
Keine Ahnung, ob der Kopf dieses Mal mitspielt.
Keine Ahnung, ob ich 35 oder 52 Kilometer laufen werde.
Ich weiß es einfach nicht. Ich werd einfach mal gucken.
Und hoffen, dass das wunderschöne Karwendel mir auch in diesem Jahr wieder die Kraft gibt, ein bisschen über mich hinauszuwachsen, wenn ich mich auch noch kurz zuvor wieder viel zu klein fühlte.

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