Offenbar soll ich morgen Marathon laufen

So zumindest steht es im Trainingsplan. Und im Kalender. Naja, und in diversen E-Mails und Nachrichten und auf Social Media eh.

Scheint, als hätte ich keine Wahl.

Laut Runalyze liegt meine Marathonform bei 53 % und das fasst ganz gut zusammen, wie die Vorbereitung lief: mäßig.

Es gab Tage, an denen fühlte ich mich, als könnte ich zwei Marathons laufen und danach noch einen Viertausender erklimmen.

Es gab aber auch Tage, an denen ich zu kämpfen hatte. Gegen mich, gegen meinen Kopf, gegen den Frust, gegen den Stress, gegen Schmerzen, gegen Unruhe, … Eben gegen alles und jeden – und leider überwiegen diese Tage.

Ich fühle mich nicht gut vorbereitet und kämpfe seit Montag schon wieder. Ich hab mir nämlich eine lästige kleine Erkältung eingefangen.

Die ist zum Glück aber bereits auf dem Rückzug. Ich mache die gute Seeluft hier auf dem Darß mal dafür verantwortlich.

Danke Seeluft!

Wir haben heute mal die Räder geschnappt und die Strecke besichtigt. 42,2 km über den Darß. Durch Wälder und über Radwege und am Meer und am Bodden entlang.

Schön ist die Strecke allemal. Sehenswert. Lohnend.

Fordernd.

Lang.

Vor allem lang.

Verdammt lang.

Ich möchte an dieser Stelle herzlichst meinem Vergangenheits-Ich danken, dass es den grandiosen Plan hatte, dem Marathon einen Ultra in der Lebensplanung voranzustellen. Es hilft mir nämlich nun tatsächlich enorm, zu wissen, dass ich die Distanz auf jeden Fall schaffen werde. Egal wie.

Von meiner Wunsch-Zielzeit habe ich mich hingegen verabschiedet, vor allem jetzt, wo ich die Strecke kenne.

Was soll’s, es ist der erste Marathon und wenn ich merk, dass das was für mich ist, hab ich in den nächsten Jahren immer noch die Möglichkeit, Zeit und Laufform zu verbessern – und wenn’s mir nicht zusagt, mei, dann hatte ich zumindest einen schönen langen Lauf in toller Natur im Rahmen eines dringend benötigten Urlaubs.

Der Plan ist nun also, morgen so gut und flüssig zu laufen, wie ich kann, ohne dass es zu größeren Schmerzen, Allergieattacken oder Atembeschwerden kommt und dabei die Landschaft zu genießen, Bilder zu machen und in Ahrenshoop ein bisschen Zeit zu vertrödeln, weil ich dem Meer beim existieren zuschauen muss.

…und ich finde, ich hatte schon schlechtere Plan-B-Varianten.

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