Stolperfalle Januar

Ach ja, der Januar. Eigentlich rein lauftechnisch ein toller Monat. Schön kalt, kaum Läufer oder sonstige Menschen unterwegs, da kann man sogar mit wenig Training mal eben versehentlich zweistellig laufen und auch für’s Krafttraining findet sich eigentlich immer genug Zeit und Motivation. Wie gesagt: Eigentlich…

Aber von Anfang.

Da ich den Januar wie gesagt mag, war es nur logisch, sich (gerade nach der Rumkräpelei im Dezember) für die ersten Wochen des Jahres ein ordentliches Sportprogramm vorzunehmen. So mit Trainingsplänen und all dem Chi-Chi.
Dann war aber irgendwie wieder ein kleines Würmchen drin. (Für den Wurm hat es dann doch nicht gereicht. Das wäre wieder Jammern auf höchstem Niveau.)

Machen wir uns nix vor: Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich so ziemlich der inkonsequenteste Mensch auf dieser Welt bin, wenn es um die Einhaltung von Vorgaben geht. Leider selbst beim Sport.
Es ist nun so: Ich wollte diesmal wirklich die Challenges durchziehen. Ganz ehrlich! Aber ich tu mich wirklich, wirklich schwer damit, mir von ein paar Blättern Papier meinen Nachmittag vorschreiben zu lassen. Und seien wir doch mal ehrlich: Jeden Tag solche Übungen und dann auch noch auf Zwang und dann auch noch Lauftraining, das machen meine Gelenke nach einem halben Jahr Pause einfach nicht mit. Da hab ich mich wohl einfach übernommen.

Hinzu kam, dass dann hier mal wieder das Knie wehtat, dann da mal der Knöchel, hier ein Schnupfen, da eine Migräne; die letzten Tage waren beherrscht vom Erkältungstier, das mal wieder mit seinen kalten, spitzen Fingern nach mir gegriffen und mir ordentliche Schmerzen in Stirn, Augen und Ohren beschert hat. Dazu dann Müdigkeit und Antriebslosigkeit, gepaart mit akutem Stress… Aber wie gesagt. Alles für mich zwar lästig, aber ich hab auch schon Schlimmeres durchlebt.

Und so wurden selbstverständlich für jedes ausgefallene Training weiter fleißig Minuspunkte in den Trainingskalender eingetragen. Motivation ist ja so wichtig! (Hat natürlich nix genützt, wie ihr euch sicher denken könnt.)

Tja. Und nun?

Ich hab meine „Planung“ ein bisschen umgestellt.
Ich nehm jetzt fleißig Vitamine und Mineralstoffe zu mir und wenn ich nur ganz, ganz fest daran glaube, dann wirkt das auch. Nämlich!
Dann wurden die Januar-Challenges nicht für gescheitert erklärt sondern ein wenig umgemodelt. Ich werde sämtliche Übungen brav erledigen, mir allerdings aus den Programmen jeweils ein paar Übungen rauspicken und kombinieren, sodass ich auf drei Krafteinheiten pro Woche komme. Das ist einfach besser zu stemmen, ich komme auf meine Ruhetage und ich fühle mich nicht so eingeengt und bevormundet.
Außerdem versuche ich derzeit, zwei- bis dreimal täglich auf Arbeit zehn Stockwerke hoch und wieder runter zu laufen. Das klappt an sich ganz gut, ist mit Kopfschmerzen zwar irgendwie nicht so optimal, aber das bekomme ich auch noch in den Griff.

Die Dropkick Murphys haben zudem gestern Abend zumindest schon einen großen Teil der Schmerzen im wahrsten Sinne weggepustet. Vielleicht übernehmen A Day To Remember kommende Woche den Rest.
Und so ein Konzert ist ja auch ein bisschen wie Sport.

Heute will ich es dann mal wieder mit laufen probieren. Trotz noch immer vorhandenen leichten Schmerzen. Aber vielleicht kann man die ja weglaufen. Ich würde es sehr begrüßen.
Ich weiß, ein paar von euch können über einen Lauf über eine Distanz von 10 km nur müde lächeln, die werden da grade erst warm. Aber dass ich vergangenen Sonntag nach (wieder einmal) einer Woche Pause mal eben 10k in einer recht passablen Zeit und dazu auch noch schmerzfrei gelaufen bin, hat mich ganz schön stolz gemacht und mir einen netten Motivations- und Selbstvertrauensschub eingebracht, wie ich gestehen muss. Ich kann es also noch.

Wollen doch mal sehen, was wir in den letzten sieben Tagen des Januars nicht noch alles reißen können.

2 Kommentare zu „Stolperfalle Januar“

  1. Also, wenn du 3 Krafteinheiten in der Woche machst, dann hast du wohl im Schnitt so 2,5 Einheiten pro Woche mehr als ich. Kopf hoch! Klappt halt nicht immer so wie man sich das vornimmt, so ist das Leben.

    Dran bleiben, mach was du schaffst und gut ist.

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    1. Ich geb mein Bestes.
      Ohne exakt einzuhaltenden Plan ist zum Glück die Frustrationsschwelle höher. Mal sehen, wie ich das neue Vorhaben umsetzen kann. …und ob es mich zufriedener macht.

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