Aller Anfang ist schwer…

…und ein Wiedereinstieg/Neuanfang sowieso. Frustrierend noch dazu.

Nachdem ich seit nunmehr einem halben Jahr eine Art Zwangs-Off-Season betreibe, ist es langsam an der Zeit, neue Pläne zu schmieden und neue Ziele zu stecken.

Bis Juni hatte ich einen monströsen Trainingsplan, den ich noch immer schmerzlich vermisse. Acht bis zehn Einheiten die Woche, Davon dreimal laufen und viel Kraft/Ausdauer.

Und dann – neuer Job, Pendelzeit, morgens um vier aufstehen, abends halb acht zurück. Keine Zeit mehr. Von 100 auf 0 in nur einem Wimpernschlag.

Seitdem fehlt nicht nur die Bewegung, auch der Gulasch im Kopf wabert zunehmend vor sich hin und drückt Ängste und Zweifel nach oben, die ich vorher gut nach hinten verschieben konnte.

Den Nachtlauf in Magdeburg im September gecancelt weil das Training fehlte (selbst getröstet mit „naja. Immerhin ein neues Laufshirt für 21€.“).

Nach Leipzig gezogen. Nicht bereit, mich mit der Situation zu arrangieren. Wir werden in diesem Leben einfach keine Freunde mehr. Zumal ich mich schwer tu, geeignete Laufstrecken für mich zu finden. Mir fehlt mein Fluss. Meine Parknähe. Mein Magdeburg. Mein Alles.

Die 10k beim Magdeburg Marathon durchgezogen.
Elbe, Herzensstadt, Herbstwetter – klasse Zeit trotz Trainingsausfall.

Der Körper dankte es mir mit einer Knieverletzung. Überlastet, verdreht – was halt passiert, wenn man nach langer Pause und ohne Stabi mal eben 10k in einer Stunde runterbricht.
Gewärmt, getapet, geschont – losgelaufen, beißender Schmerz, durchgezogen. Zweimal gemacht. Zweimal bereut.
Irgendwann zum Arzt geschleppt, Orthopäde verordnet (nein, ich habe noch immer keinen gefunden), Physio verpasst bekommen.

Halbwegs optimistisch das Jahresende herbeigesehnt, um ab Mitte Dezember – nach der Physio – wenigstens mit kleinen Radtouren und ein wenig Kraft wieder einsteigen zu können.
Und dann! Dann werd ich neue Laufschuhe kaufen, um den Knien mal etwas Gutes zu tun und dann ab dafür!

Hahahaha nope. Pustekuchen. Nix. Nada. Dafür ein hübscher Virus-Infekt mit anschließender Bronchitis und Kreislaufproblemen, eine Kombi, die mich seit nunmehr fast vier Wochen im Griff hat.

Das war’s wohl für dieses Jahr.

Aber über die Feiertage wurden fleißig Pläne gebastelt. Sowohl Trainings- als auch Wettkampfpläne.

Drei Läufe hab ich schon. Die 8k beim Harztor-Lauf, den ich in diesem Jahr kennen und lieben lernen durfte. Und den Butterkuchenlauf. In Jork. Im Alten Land. Weil… Naja. Kuchen. Und Altes Land. Mehr muss ich nicht sagen, oder? Und (mein persönlicher Angstgegner) der Halbmarathon (Ohgottohgott wie das schon klingt. Ich möchte weinen.) beim Rennsteiglauf, in den ich mich bekloppterweise habe reinquatschen lassen.
Das wird noch witzig. (Witzig war doch das mit der Frustration, dem Schmerz und den vielen Tränen, oder?)

Aber ich hab da einen ziemlich tollen Laufmotivator gefunden. Der hat mir nicht nur die Angst vor den 10k beim Magdeburg Marathon genommen, der ist danach einfach direkt geblieben. Gut, ich verdanke ihm den Halbmarathon am Rennsteig. Aber sonst ist er eigentlich ganz nett.

Der macht seinen Job sogar so gut, dass er direkt mit mir zusammen krank geworden ist und pausieren musste.
Also werden wir wohl im neuen Jahr gemeinsam neu wieder anfangen. Schritt für Schritt. Stück für Stück.
Das laufen fehlt mir. Allgemein der Sport.

Der Wille ist da, die Motivation versteckt sich und der Geist und der Körper laufen ohnehin Amok.
Vielleicht hilft es ja, Blog zu schreiben. – Erfolge und Misserfolge festzuhalten um mir immer wieder vor Augen zu führen, was ich bisher erreicht habe, was ich kann und was ich noch schaffen will und werde.

Wir werden sehen.

5 Kommentare zu „Aller Anfang ist schwer…“

  1. Hallo und guten Morgen,

    wenn du weiterhin so schreibst, hast du mich als Leser sicher.

    Ich komme ja aus der Ecke Leipzig, genauer aus der Metropole Markranstädt. Leipzig ist so ’ne Sache. Ich mag es und habe mich damit arrangiert, es ist meine Heimat geworden. Gebürtig komme ich aus Dresden und es gibt Tage das vermisse ich es, aber hier ist jetzt mein zuhause. Vielleicht läuft man sich mal über den Weg. 🙂

    Viele Grüße, Eric

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    1. Hallo und vielen Dank!
      Ich werde mich bemühen.
      Ich hoffe, ich kann mich noch mit der Stadt arrangieren, auch trotz fehlendem Fluss. Bin selbst erst kürzlich von der Elbe hergezogen und das war eine ziemliche Umstellung.
      Für immer werde ich wohl nicht in Leipzig bleiben, aber was da noch kommt, werde ich sehen, wenn es so weit ist.
      Vielleicht sieht man sich bis dahin wirklich mal!
      Viele Grüße zurück. 🙂

      Gefällt 1 Person

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